Wir trauern um Edgar (Ekke) Heidorn

Am 28. April 2020 verstarb unser Ruderkamerad Edgar Heidorn an den Folgen einer Infektion mit dem Corona Virus in einem hannoverschen Krankenhaus.

„Ekke“ war ein Ur-Lindener, aufgewachsen im Schatten der Bethlehem-Kirche und in Sichtweite des Ruderverein Linden. Als sog. Schlüsselkind, wie er sich selbst einmal bezeichnete und von denen es damals ja viele gab, ist „Ekke“ oft durch Linden „gestromert“.

Sein Weg führte ihn in den Ruderverein Linden, was nicht zuletzt auf einen Hinweis seines Lehrers beruhte. Somit erschien er als Dreizehnjähriger erstmalig im RVL und machte mit der „Ruderei“ Bekanntschaft, die allerdings nicht lange dauerte.

Mit 18 trat er wieder in den Verein ein und widmete sich fortan ernsthaft dem Rudern.

In den 50ern und 60ern bot der RVL ein ideales Umfeld für Jugendliche und Heranwachsende. Es gab eine große Jugendabteilung mit engagiertem Trainer und Jugendleiter, die „Ekke“ später einmal seine Kinderstube und quasi Ziehvater nannte.

In den Jahren 1958/59 war „Ekke“ auf vielen Regatten Schlagmann eines erfolgreichen Vierers.

Nach dem Übergang von der Jugend in die Männerklasse konnte ihm der RVL nicht mehr die nötige Unterstützung für seine ambitionierten Ziele bieten und er wechselte zum Deutschen Ruderclub, wo er bis zu seinem Lebensende Mitglied und auch Ehrenmitglied blieb.

Hier begann er seine eigentliche Ruderkarriere, wurde zweimal Deutscher Meister im Einer, Deutscher Meister im Vierer ohne und nahm als Mitglied der deutschen Olympiamannschaft an den Olympischen Spielen in Tokio und Mexiko teil.

Nach Ende seiner aktiven Ruderlaufbahn gründete er eine eigene Fahrschule und wandte sich u.a. Aktivitäten dem Rallyesport und Motorradtouren im In-und Ausland zu.

Über die Jahre hielt „Ekke“ immer mehr oder weniger engen Kontakt zum RVL, wie er es auch mit den vielen Einrichtungen und Vereinen tat, in denen er tätig oder Mitglied war. Im Laufe der Zeit wurden seine Spenden obligatorisch. Sein Ansinnen war, etwas zurückzugeben, wo er etwas empfangen hatte.

Seit 25 Jahren war er auch wieder Mitglied im RVL, nahm wieder am Vereinsleben teil und setzte sich sogar vor zwei Jahren wieder in einen Einer, um sich körperlich fit zu halten.

Ekke hatte sich wieder einen Platz in unserer Gemeinschaft geschaffen.

Dieser Platz ist nun leer, die Fahne des RVL weht auf Halbmast.

 

Hans Mahlmann

Ehrenpräsident und Ruderkamerad von „Ekke“

 

Hannoversch Münden 1959 Ekke, A. Frese, J. Heinke, H. Mahlmann, Stm. M. Meier

Sportplatz neben dem Gelände des RVL 1959 Ekke, A. Frese, H. Mahlmann, J. Heinke, Trainer und Jugendwart G. Norentz, Stm. M. Meier

Nach dem Training …unten am Steg 1959 J. Heinke, F. Reuter, Ekke, H. Mahlmann

Hameln 1959 G. Norentz, dahinter G. Sölter, Ekke und Stm.

Juli 2018 „Schwarzer Rabe“ wird getauft…

…und „Ekke“ macht die Jungfernfahrt.

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