Head Of The River Leine

head_logo_300pxFaszination Achter

“Ich sitze im Achter. Habe ein flaues Gefühl im Magen, wir haben nur noch den Renndress an, halten das Boot oberhalb der Startlinie in der Strömung und warten auf das Signal des Starters. Vor uns liegen noch zwei Achter, hinter uns noch drei, vermutlich schnellere. Ein Boot ist schon unterwegs, vor wenigen Augenblicken aufgerufen und angefahren. Jetzt sind sie unterwegs, irgendwas bei Schlagzahl 34, schätze ich. Ob wir die einholen? Gleich geht’s los, Stemmbrett und Dolle kontrollieren. – Der Aufruf. Es geht los, zusammen packen wir es, Ja!”

Der ruderische Kampf in der Achtermannschaft gegen die Uhr und die Länge der Strecke, immer den Gegner im Nacken. Die Erleichterung und das Glücksgefühl nach der Zielglocke…

 

Head of the River Leine

200409HEAD_headseite_web01_smallKnapp 4 km sind flussabwärts auf Ihme und Leine in einem interessanten Rennen gegen die Uhr und die jagenden Gegner zu fahren. Gestartet wird in Abständen von ca. 30 Sekunden. Hierdurch besteht auf großen Teilen der anspruchsvollen Rennstrecke ein Sichtkontakt zu den anderen Mannschaften. Die Felder werden im Gegensatz zum Head in London nach dem Jagdprinzip gesetzt, so dass die vermeintlich stärkste Mannschaft zuletzt losfährt. Dadurch wird es auf der Strecke für alle interessant, eine Idee die großen Anklang gefunden hat.

Der Ruderverein Linden von 1911 ist immer schon ein stolzer Verein gewesen, früher auch stark im Rennrudern. Seit einiger Zeit teilen wir das gleiche Schicksal wie viele andere Vereine verschiedenster Sportarten: der Spitzensport ließ nach. Langjährige Vereinsmitglieder wechselten berufsbedingt in andere Städte, neue Mitglieder kamen hinzu. Aber immer stärker prägte sich die Leidenschaft für den Achter aus. So etwas wie ein “Linden-Typicum”.

Unser Ziel wurde es immer mehr, unsere seit vielen Jahren befreundeten Vereine einmal zum Achterrudern zu uns einzuladen, und zwar auch diejenigen Vereine, aus denen einige unserer Mitglieder kommen oder die unsere Ruderer aufgenommen haben.

200409HEAD_headseite_web03_smallAus dem Wunsch wurde die Idee zu einer Achterregatta, das Prinzip liehen wir uns bei unserem Partnerverein, dem Bristol Ariel Rowing Club, in England aus.

1996 luden wir erstmals ein, und es meldeten immerhin sechs Achtermannschaften. Die Idee sprach sich herum, heute ist es ein wunderschönes Ruderfest für Jung und Alt.

2007 gingen 31 Achter an den Start!

Das Spektrum der Ruderinnen und Ruderer ist dabei bewusst breit angelegt, es treten in den offenen Klassen aktuelle Meisterschaftsruderer und Olympiateilnehmer an, aber auch Fortgeschrittene ohne Rennerfahrung sind bestens aufgehoben und finden echte Gegnerinnen und Gegner.

Erst kämpfen – dann feiern. Im Anschluss an Rennen und Siegerehrung wird gemeinsam ein schönes Fest gefeiert!

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