Schnupperrudern & Ferienrudern – Ostern 2003

Genau wie bereits im letzten Jahr gab es in den diesjährigen Osterferien ein Schnupperrudern mit umfangreichem Ferienprogramm bei den RVL-Jugend. Die Gruppe von Kindern beim Ferienrudern war überwiegend eine andere, da der Kontakt zu den damaligen Schnupperruderern leider abgebrochen ist, die letztes Jahr u. a. von der Grundschule Bemerode kamen.

Dieses Jahr konnten aber neue ruderinteressierte Kinder unter anderem mit einer kleinen Anzeige im Hannoverschen Wochenblatt geworben werden. Die erste Woche lief leider aufgrund sehr geringer Teilnahme nicht ganz so glücklich, aber in der letzten Woche fanden sich einige Kinder zusammen, die zum Abschluss des Ferienprogrammes an einem Ausflug zum Kanal teilnahmen. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter und es wurde ein sehr schöner Tag.
Wir trafen uns Samstag früh bei sehr schönem sonnigen Wetter beim Bootshaus des RVL. Der Beginn verzögerte sich etwas, da wir noch auf mögliche weitere Teilnehmer warteten und zudem mussten noch einige organisatorische Sachen erledigt werden und die Mannschaften eingeteilt werden, schliesslich hatten wir einen längeren Trip vor uns, wenn auch in teilweise bekanntem Rudergebiet.
Teilgenommen haben leider nur 6 Kinder der RVL-Jugend und 3 Betreuer. Bis auf die Betreuer war es eine reine Mädchengruppe, schade, dass unsere Jungs nicht dabei waren! Das erste Stück, das wir gerudert sind, war das kürzeste, denn es ging lediglich gut einen Kilometer Richtung Schleuse am Abstiegskanal. Wir waren mit dem sehr schönen Holz-Gig-Vierer „Saure Gurke“ der IGS-Garbsen unterwegs und mit dem Plastikboot „Flotter 3er“, den wir als Zweier ruderten. Um alle unter zu bekommen, hatten wir in „Flotter 3er“ noch ein wechselndes Kielschwein dabei. Das Umtragen der Boote war ziemlich anstrengend aber klappte gut, da jeder auch beim anderen Boot mithalf. kanal_text_1.jpg (81158 Byte)Auch beim Einsteigen auf der anderen Seite war Vorsicht geboten, das Einlegen der Skulls auf der Wasserseite musste von einer leichten Person vorgenommen, damit die Boote am Ufer nicht beschädigt wurden, da wir auch hier keinen Steg zur Verfügung hatten (siehe Bild links). Die Vorfreude am Rudern auf der anderen Seite der Schleuse stieg, als wir das sehr schöne Rudergebiet sahen, das für uns im normalen Training unerreichbar ist, durch die Schleuse zwischen unserem Verein und dem Gebiet. Kurz nach dem Ablegen auf der anderen Seite gings weiter, mit den besten Wünschen des Trainerkollegen Uwe März, der am Kanal seine Ruderer betreute. Darauf ging es einige Kilometer Richtung Mittellandkanal, zunächst an unserem späteren eigentlichen Ziel, dem Jugendzentrum in Letter vorbei, dann an den am Wasser liegenden Kleingartenkolonien und ab und zu mal einem weniger schönen Industriegebäude. Insgesamt aber besonders bei so schönem Wetter wie an diesem Tag, eine sehr schöne Ruderstrecke. Nach einigen Ruderkilometern kehrten wir aber wieder beim JZ Letter, das wunderschön am Kanal liegt, mit hungrigen Mägen ein. Die Boote wurden am Ufer gesichert und unsere Grill-Helfer Sabine und Sascha, trudelten auch schon etwas später mit dem Grillfleisch und einem leckeren Stockbrotteig beim Jugendzentrum ein. kanal_text_2.jpg (80629 Byte)Das Feuer ließ etwas auf sich warten, weil es etwas windig war, aber nach einiger Zeit konnten die ersten Fleischstücke gegrillt werden. Jeder suchte sich für sein Stockbrot einen passenden Stock, der mal größer und mal kleiner ausfiel und es wurden diverse Techniken des Stockbrotrollens und -backens getestet. Eine kleines Ärgernis war zwischenzeitlich ein vorbeirasender „bierbauchschaukelnder“ Motorbootfahrer, der überhaupt keine Rücksicht auf unsere Boote an dem steinigen Ufer nahm und rücksichtslos das Tempo beibehielt. Scheinbar gibt es solche inkompetenden Bootsbesitzer überall. Das konnte uns unseren Appetit und unsere gute Laune zum Glück nicht vertreiben. Etwas später als geplant ging es dann gemütlich zurück Richtung Schleuse. Diesmal haben wir beim Kanuclub Limmer angelegt und somit konnten wir die Boote an deren Steg bequemer aus dem Wasser nehmen, dafür war aber leider der Weg länger, den wir mit den Booten gehen mussten. Das letzte Stück war nach dem mühsamen Umtragen schwerer denn je, auch wenn es die letzten 1,3 Kilometer waren, die wir noch bis zum Bootshaus des RVL zurücklegen mussten. Nach diesem insgesamt achtstündigen Ausflug, an dem wir insgesamt ca. zehn Kilometer gerudert sind waren wir ziemlich entkräftet aber doch rundum zufrieden, so einen schönen gemeinsamen Tag erlebt zu haben. Es hat sehr viel Spass gmeacht, das Zusammenspiel speziell beim Tragen der Boote hat sehr gut geklappt, was aber auch Voraussetzung für diesen kleinen Abenteuerausflug war.

Vielen Dank nochmals an unsere fleißigen Helfer, Florian, Sascha und Sabine, ohne die dieser Ausflug nicht möglich gewesen wäre.

Als Abschluss des Osterferienruderns gab’s eine Einladung zu Harald in die Wohnung zu einem Kuchen- und Spielenachmittag. Es war lustig, einige haben direkt gemerkt, was es heisst, in einer Dachgeschosswohnung zu wohnen und dem Colaautomaten hat’s die Pumpe aussen Angeln getrieben. Abends gings dann gemeinsam zum traditionellen Osterfeuer beim RV Linden. So klangen die zuletzt doch noch schönen Ferien langsam aus.

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