Berichte
 
10. Head 2005
HRC-Männer-Achter mit unter 12 Minuten am Streckenrekord
Hannover, 19. September 2005. - Beim traditionellen "Head of the river Leine", der Achter-Ruderregatta auf Ihme und Leine, die alljährlich vom Ruderverein Linden 1811 e.V. (RVL) ausgerichtet wird, gab es am vergangenen Samstag einige faustdicke Überraschungen. Nach vielen Jahren siegte erstmals wieder der Männer-Achter des Hannoverschen Ruderclubs (HRC) mit einem phänomenalen Ergebnis: Erst zum zweiten Mal in den zehn Jahren der Regatta-Geschichte legte ein Boot die vier Kilometer lange Strecke in unter 12 Minuten zurück. Der HRC-Achter um Weltmeisterschafts-Ruderer Tobias Kühne lief nach 11 Minuten und 57 Sekunden unter dem Jubel der Zuschauer ins Ziel ein.

Vom Start an der Lodemannbrücke weg legte der um Kühne und den HRC-Vorsitzenden Dr. Carsten Lehr gebildete HRC-Achter ein rasantes Tempo vor, war bereits auf der Hälfte der Strecke klar in Führung und überholte auf Kilometer drei der anspruchsvollen Strecke die vor ihm gestarteten Männer der Rudergemeinschaft Angaria. Der Männer-Achter des Deutschen Ruderclub von 1884 (DRC), in dem sich unter anderen der aus Hamburg angereiste Olympionike Frank Richter in die Riemen legte, erreichte trotz eines exzellenten Rennens nur den zweiten Platz.

Auch in den weiteren Rennen zwischen insgesamt 25 Booten gab es Überraschungen. So siegte erstmals der Männer-Masters-Achter des Ruderverein Linden 1911 (RVL) in der Altersgruppe " Ü50", obwohl die Lindener vom Altersschnitt an sich in "Ü60" gehört hätten, gegen die favorisierten Ruderer vom WSV Altwarmbüchen.

In den Mixed-Achter-Rennen gab es in der offenen Kategorie eine Wiederholung des Vorjahressieges des Achters der Universität Hannover, die einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in fast schon gewohnter Souveränität den Fluss herunter ruderten.

Mehr als unerwartet war dagegen der Ausgang im Masters-Mixed-Achter, in dem die Rudergemeinschaft aus Magdeburg und Schönebeck in den letzten Jahren stets mit großem Vorsprung dominierte. Nach einem spannenden Rennen ging die Mannschaft des RVL um Schlagfrau Meike Buck, die vor wenigen Wochen noch Finalteilnehmerin bei den Studenteneuropameisterschaften war, als Sieger hervor. "Wir haben das Jahr über hart trainiert und es hat sich gelohnt", so Buck überglücklich nach dem Rennen.

Mehr als 1.000 Zuschauer säumten bei bestem Wetter die Strecke von der Lodemannbrücke an der Jugendherberge bis zum Bootshaus des RVL an der Schwanenburgbrücke. Viele Zuschauer und faszinierte Spaziergänger hatten auf den Brücken über Ihme und Leine Position bezogen, um die Regatta am Samstagnachmittag zu beobachten.

Regattaleiter Jan-Christoph Czichy hob bei der Siegerehrung unter Mitwirkung des Bürgermeisters Bernd Strauch hervor, dass das Head sich in den vergangenen Jahren zum überregionalen Ereignis gemausert hat: "Die Regatta ist inzwischen nicht mehr nur ein hannoversches Ruderereignis sondern zieht immer mehr auch Ruderer aus ganz Norddeutschland in ihren Bann." So traten 2005 neben den hannoverschen Vereinen auch Ruderinnen und Ruderer aus Braunschweig, Bremen, Magdeburg, Minden, Bückeburg, Osnabrück und Wolfsburg an.

Fotos gibt es hier...
 
Erstellt am 20.09.2005 von Mirjam Hägele und Jan-Christoph Czichy