Staffelrudern 2017 in Hamburg

Nur selten ist um diese Uhrzeit Betrieb auf dem Vereinsgelände: bereits um kurz vor sechs trudeln die ersten gemeldeten Teilnehmer am Hamburger Staffellauf ein. Zügig wird verladen, die Autos werden besetzt und die mehr als 30 Mitglieder aus allen Sparten des Vereins erreichen nach unterbrechungsfreier Fahrt die Hansestadt.
Man meint noch die frische Farbe riechen zu können, denn der Veranstalter „Hamburger und Germania Ruderclub von 1836“, der älteste Deutschlands übrigens und der zweitälteste der Welt, hat neu gebaut. Und nach Geld riecht es hier auch: Ausstattung und Größe entsprechen der erstklassigen Lage an der Außenalster.
Nach dem Aufriggern der Boote und dem Anbringen unsrer Startnummer 2 dürfen wir bei herrlichem Sonnenschein die Terrasse im Obergeschoss zu einem gemeinsamen Frühstück nutzen, die Aussicht ist atemberaubend. Danach werden die ersten Bootseinteilungen vorgenommen und die Steuerleute mit den Eigenarten der Strecke vertraut gemacht.
Hannah startet pünktlich um 11.00 als erstes RVL-Boot und es fällt schwer, die Augen im Boot zu behalten, denn einige der schönsten Sehenswürdigkeiten Hamburgs liegen an der Alster. Das sonnige Wetter hat viele Schaulustige hergelockt – eine tolle Kulisse. Nach der 3 Kilometer langen Runde löst die Papa H.-Crew ab und begibt sich auf die Strecke. Während die beiden Boote in stetigem Wechsel mit immer neuen Mannschaften besetzt werden, die oft noch nie zusammen gefahren sind, ist auch schnell klar, das sich der RVL in punkto Stimmung hier nicht verstecken muss. Jede Ablösung wird lautstark bejubelt, und
überhaupt: an dieser Ecke des Bootssteges unter dem mitgebrachten Pavillon ist was los: es gibt Snacks und Getränke, in der Starterliste wird gestrichen, verschoben und neu aufgestellt, so dass in den Pausen zwischen den Rennen keine Langeweile aufkommt.
Die acht Stunden vegehen wie im Flug, Sonderwertungen werden gefahren und kurz vor Schluss gelingt das vorsichtig Erhoffte: der HRC wird im Schlusslauf nach beherztem Kampf überholt und auf den letzten Platz verwiesen! Ein schöner Erfolg, auch wenn die Platzierung angesichts der Spitzenstimmung zur Nebensache gerät. Bei der Siegerehrung werden in aller Fairness sportliche Erfolge gewürdigt.
Schnell ist das Material aufgeladen und das Gepäck verstaut, und selbstverständlich endet der tolle Tag nach guter RVL-Tradition in der heimischen Kneipe bei Bier, Sekt und Pizza, die meisten tragen ihre errungenen Medaillen noch immer.
Abschließend noch ein dickes Lob und herzliches Dankeschön an Petra, die in unermüdlichem Einsatz diese Wahnsinnsmannschaft zusammengetrommelt hat, aber auch alles Organisatorische rund ums Rennen erledigte. Das gilt in gleichem Maße für alle, die das leibliche Wohl sichergestellt haben, auch hier hat es an nichts gefehlt.
Und in Hamburg wird man sich vielleicht an jene blau-weiße Mannschaft aus Linden erinnern, die zwar auf dem Wasser keinen Pokal errang, jedoch an Land für Furore sorgte …

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